Mittwoch, 18.10.2017
“Electronic Body Music. Ordnung in und als Bewegung”

Tanz den Diskurs

KongressDer Popgeschichtsschreibung nach war es Elvis Costello, der 1983 davon gesprochen hat, dass über Musik zu schreiben so sei, als ob man versuchen würde, zu Architektur zu tanzen (“Writing about music is like dancing about architecture”) – er soll damals im Nachgang noch hinzugefügt haben, dies sei eine absolut dämliche Idee.

Wie falsch er doch mit dieser Einschätzung lag. Nicht nur wir bei Kaput praktizieren stetig das Gegenteil, auch an den Universitäten und in semi-wissenschftlichen Zusammenhängen ist die Auseinandersetzung mit (sub)kulturellen Alltagsritualen zur Normalität geworden – wobei die Perspektiven und Instrumentarien von einer stimulierenden Divergenz sind. Diese Tatsache spiegelt sich auch in der Anlage des von Jonas Eickhoff initiierten eintägigen Kongresses “Electronic Body Music. Ordnung in und als Bewegung” wieder, bei dem soziologische sowie kultur- und sozialanthropologische, Perspektivnahmen auf die Subkultur beziehungsweise Szene elektronischer Tanzmusik öffentlich zur Diskussion gestellt werden.

So wird es, angeregt von den Vorträgen von Prof. Dr. Stefan Selke (“Erzählerische Wahrheit. Öffentliche Soziologie als Sampling-Kultur.”), Timor Kaul (“Electronic Body Music: Martialisches Übergangsgenre und popkulturelle Reinszenierung totalitär konnotierter Körperästhetiken.”), PD Dr. Jochen Bonz (“Subjekt-Auflösungen und Subjekt-Werdungen. Dynamiken des Selbst in der Techno Music Culture.”), Dr. Malte Friedrich (“Techno ist utopische Stadtmusik. Und warum niemand dies hört noch weiß.”), Dr. Jan-Michael Kühn (“Die post-traditionale Vergemeinschaftung zwischen Szene, Szenewirtschaft und Subkultur.) und Christine Preiser (“Eingang machen“ – Türsteher und die Performanz der Grenze.) hoffentlich zu regen und perspektivenreichen Diskussionen kommen.

 

 

Kaput präsentiert die eintägige Konferenz gemeinsam mit u.a. Das Filter, Testcard, Groove und Thump.
Zudem werden wir die Gelegenheit vor Ort nutzen, um mit Initiator Jonas Eickhoff und den Vortragenden Christine Preiser und Jan-Michael Kühn über Szenegefüge und soziale Ungleichheiten zu debattieren.

“Electronic Body Music. Ordnung in und als Bewegung” findet am 18. Februar ab 15.30 Uhr im Tanzcafé Oma Doris (Reinoldistr. 2-4) in Dortmund statt.

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