Mittwoch, 23.05.2018
Kaput Mix 001 – DJ Brom

Kaput Mix: Dj Brom – Kein Nichts!

Chūi no chūi: Kaput Mix 001 by DJ Brom

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Cover by Kieran Kaul, Photo by Mathias Schmitt


Kieran, wir haben den Mix ja im vergangenen Sommer quasi auf den Weg geschickt. Fertig geworden ist er nun erst: wieso?

Das ist verschiedenen Faktoren geschuldet. 4-Stunden-Mixe aufzunehmen ist für mich kein Alltag, auch wenn ich jemand bin, der sehr gerne lange Sets spielt. Zunächst dachte ich, dass ich bei einer passenden Gelegenheit einfach mitschneiden werde, doch irgendwie kam ich entweder nicht dazu oder die Technik versagte oder ich war selber einfach nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Zudem bin ich manchmal unsicher beim Aufnehmen von Mixen, denn das gespielte kursiert Jahre im Netz – auch wenn ich mich dazwischen in andere Richtungen bewege. Daher habe ich mir angewöhnt, meine Mixe als Zeitdokumente meiner persönlichen Entwicklung und künstlerischen Interessen zu sehen. In dem Fall sind auch einige Tracks drin, die noch gedanklich aus der Zeit stammen, als wir im Park darüber erstmalig sprachen.
Nachdem ich deine Geduld schon auf eine harte Probe gestellt hatte, entwickelte sich das Ganze schon fast zu einem running gag zwischen uns, was darin gipfelte, dass noch weitere Freunde liebevolle Erinnerungen schrieben ;)

Unsere Idee war es ja angesichts so vieler Mixe da draußen, die sich am gleichen engen und limitierten Soundparadigma abarbeiten, ein freieres Format zu schaffen, das näher am ursprünglichen Geist des Auflegens andockt. Aus der Erfahrung nun gefragt: wie fühlte es sich an?
Für mich war das ganze auch eine Art Konzentrationsübung in gewisser Weise. Ich habe es sehr genossen, dass ich aufgrund der zeitlichen Vorgabe die Chance hatte viele Tracks in nahezu voller Länge spielen und hören zu können, da ich normalerweise auch viel zu häufig durchskippe (gerade online) aufgrund der Flut an Musik, die einen täglich umgibt.

Brom_DissDu hast ja in einem Fluss gemixt. Keine Pause. Keine Nachkorrektur. Quasi voll Dogmatauglich. Bist du denn präpariert rangegangen und wusstest circa, was du spielen wirst oder all living for the moment?
Ja und nein. Also ich hatte ein paar Stücke, wo ich dachte „die willst du einbauen“, aber im Endeffekt habe ich dann beim Auflegen gemerkt, dass manche Stücke die vielleicht so für sich allein stehend ganz tolle Tracks sind, in den Mix nicht reinpassen würden und andere Titel, die vielleicht erstmal nicht so aufgefallen sind gute synergien untereinander bilden.
Das allermeiste kam spontan dazu und in den letzten 90 Minuten wird es dann zunehmend emotionaler und vielleicht auch intuitiver / persönlicher.

Hast du Erwartungen an die Hörer_innen?
Nein, habe ich nicht. Ich wäre ehrlich gesagt überrascht, wenn sich jemand die Zeit nimmt, um alles aufmerksam zu hören, was natürlich auch schön wäre. Ich kann das aber auch sehr gut nachvollziehen,  denn im  Endeffekt kann man den Mix auch im Hintergrund anmachen und wird im Bestfall Momente finden, wo man mal genauer hinhören mag.

 Was ist dein persönlicher Mix of all times?
“I Know What A Ghost Is” von ssaliva war in den letzten zwei  Jahren einer meiner Lieblingsmixe, auch wenn dieser „nur“ 30min lang ist.

Let the music play: Kaput Mix 001 by DJ Brom

 

 

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