Montag, 26.06.2017
Linus Volkmann

Alter Hut statt goldener Handschuh – “Jürgen”, das neue Buch von Heinz Strunk, bringt es nicht

Nichts gegen den Zauber der Wiederholung, aber mit seinem neuen Roman „Jürgen“ hat der Autor Heinz Strunk nun doch eine Schleife zu viel gedreht.

„Auch nach Jahrzehnten professionellen Hirnausquetschens quält mich die Angst, dass mir genau ab jetzt nie wieder etwas einfallen wird.“
[„Heinz Stunk in Afrika“, Rowohlt]

Auch wenn das Zitat kokett klingen mag, nimmt man Heinz Strunk diese Sorge ab – schließlich hat er den Leser über die Jahre nicht im Unklaren gelassen über sein angegriffenes Nervenkostüm und den bunten Strauß Neurosen, der ihn durch den feindlichen Alltag begleitet. Dennoch weiß man aber auch: Natürlich fällt dem Alten immer wieder was ein. In seinem neuen Roman „Jürgen“ ist dies allerdings übertrieben wenig Neues.

In einem Interview in der (kurzen) Zeit zwischen dem Erfolgsroman „Der goldene Handschuh“ und „Jürgen“ konnte man in einem Interview lesen, dass Heinz Strunk sich durch jenen Handschuh nun offiziell mandatiert fühle, nichts Autobiographisches mehr zu verfassen. Fiktion funktioniere für ihn und den Leser besser, er sei ja nun auch durch mit seiner Vergangenheit („Fleisch ist mein Gemüse“) bis in die frühste Jugend (Fleckenteufel“ beziehungsweise „Junge rettet Freund aus Teich“).
Angesichts der faszinierend bedrückenden Drastik, mit der er gerade den Weg des Serienmörders Fritz Honka nachgezeichnet hat, durfte man sich auf den nächsten Coup daher wirklich freuen.

Doch die Annoncierung von „Jürgen“ machte dahingehend mehr als stutzig:

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