Mittwoch, 24.05.2017
Linus Volkmann

Welche Bands Punk kaputt gemacht haben. Teil 6: Broilers, Beatsteaks, Dimple Minds, Lulu

An dieser Stelle möchte ich den geneigten Leser auf eine kleine Reise in die Vergangenheit mitnehmen. Es begab sich 2010. Damals arbeitete ich noch als Redakteur bei einem auflagenstarken Musikmagazin – was zur Folge hatte, dass ich zu Jahresanfang immer wieder Meetings mit den großen Plattenfirmen bestreiten musste. Dort verkünden deren Mitarbeiter, was sie fürs Jahr an Veröffentlichungen planen. Man selbst macht sich dabei Notizen – und denkt an Selbstmord. Doch auch für die Labelangestellten ist das alles nicht immer leicht. Einige fühlen noch was und es ist ihnen sichtbar peinlich, das ein oder andere zum Scheitern verurteilte Me-Too-Produkt aus der A&R-Hölle anpreisen zu müssen.
Ich erinnere mich noch gut, wie ein zurechnungsfähiger Medienpartner bei diesem Meeting stetig stärker schwitzte. Ich wusste sofort, der muss scheinbar noch was ganz Komisches präsentieren. So war es auch. Doch dann traf er meinen Blick und Hoffnung keimte in ihm auf. „Ah, da sitzt mir ja Linus Volkmann gegenüber. Dieser verkaterte Trash-Uhu könnte doch vielleicht wirklich auf diese Band abgehen, deren Namen ich kaum aussprechen vor Scham…“
So lernte ich The Toten Crackhuren Im Kofferraum in einem Meetingraum bei Universal Music in Berlin kennen. Und, was soll ich sagen? Ich war natürlich begeistert. Das freute auch den Plattenfirmenmann, der scheinbar nicht wusste, dass alles, was ich für einen Hit halte, am Markt unweigerlich floppen wird. So geschah es dann auch mit den Crackhuren. Mittlerweile betreibt die Sängerin, die bürgerlich Luise Fuckface heißt, unter dem Namen Lulu & Die Einhornfarm eine Punkband. Das kann man ihr eigentlich nicht vorwerfen.

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